Am 2. – 4- Oktober findet in Bremen die Feier zum Tag der deutschen Einheit in Bremen statt. Das Motto lautet „viele Stärken ein Land“. Der Amnesty-Bezirk Bremen-Weser-Ems ist mit dabei. Unser Stand steht auf der Straße „Am Wall“ zwischen Bischofsnadel und Herdentor.
Sie haben die Möglichkeit sich zu informieren., sich mit Unterschriftenaktionen für bedrohte Personen einzusetzen.
Sie können auch anders aktiv werden: Mit einem Wurfspiel haben Sie – oder v.a. die Kinder – die Möglichkeit Menschenrechtverletzungen „umzuwerfen“. Mit einem Ball kann man auf Dosen Werfen, auf denen „Rassismus“, „Folter“, „Todesstrafe“, „Verschwindenlassen“, Staatlicher Mord“, Isolationshaft, Terrorismus, Unterdrückung… steht.
Als kleine Belohnung gibt es bei erfolgreichen Treffern ein abwaschbares AI-Tattoo.
Viele NGOs (Nichtregierungsorganisationen) – auch Amnesty International – tragen zur Stärkung unserer Gesellschaft und unserer Demokratie bei. Wir möchten einen Beitrag leisten, indem wir auf die Bedeutung der Menschenrechte auch für unser Land hinweisen und haben speziell die Themen „Kein Hass gegen Andersdenkende“ und „Meinungsfreiheit“ ausgesucht.
Menschenverachtende Behauptungen verschieben in Deutschland zunehmend die Grenzen des Sagbaren. Wenn solche Erzählungen und Falschbehauptungen aufgegriffen werden, stärkt das Akteur*innen, die Hass und Ausgrenzung propagieren. Parteien und Politiker*innen, die sich auf dieses Spiel einlassen, tragen dazu bei, dass Ideologien und Narrative der Ungleichheit sagbar und in die Breite der Gesellschaft getragen werden.
Dabei wird ein Gesellschaftsbild gezeichnet, das die Idee gleicher menschlicher Würde infrage stellt. Manche Gruppen von Menschen werden über andere gestellt, bestimmte Eigenschaften zur Norm erhoben. Menschen, die diese Eigenschaften nicht besitzen, werden als „die Anderen“ dargestellt, herabgesetzt und ihnen wird pauschal die Schuld an gesellschaftlichen Problemen zugeschrieben.
Stopp den Hass – Menschenrechte gelten für alle
Amnesty hat sich mit der Kampagne „Stopp den Hass – Menschenrechte gelten für alle“ an die Politiker aller Parteien gewandt nund ihnen einen Forderungskatalog geschickt, der immer noch gilt:
- Verwenden Sie die Menschenrechte als Kompass. Übernehmen Sie keine menschenverachtende Narrative, sondern entkräften Sie diese. Lassen Sie sich nicht auf Narrative ein, die Menschen ausgrenzen und diskriminieren. Wir brauchen positive Zukunftsvisionen statt Hetze und Ausgrenzung.
- Suchen Sie echte Lösungen für die Herausforderungen unserer Zeit, wie steigende Preise, Wohnungsknappheit, die Klimakrise und wachsende wirtschaftliche und soziale Ungleichheit. Die Politik muss die systemischen Ursachen dieser Probleme angehen, statt sie als Vorwand für andere Menschenrechtsverletzungen zu nutzen.
- Treten Sie entschieden gegen Diskriminierung und geschlechtsspezifische Gewalt ein. Übergriffe und Drohungen gegen Frauen und LGBTI+ müssen stärker bekämpft werden. Machen Sie sich stark für Gleichberechtigung.
- Entwickeln Sie zukunftsweisende Vorschläge für eine Einwanderungsgesellschaft. Achten Sie das Recht auf Asyl und treten Sie entschieden dagegen an, wenn Schutzsuchenden pauschal die Schuld für gesellschaftliche Probleme zugeschoben wird.
- Aufrufe zu Hass und Gewalt und menschenverachtende Angriffe, auf der Straße oder digital, sind kein Kavaliersdelikt. Setzen Sie sich dafür ein, dass diese Taten aufgeklärt und verfolgt werden und Betroffene und Angehörige umfassende Unterstützung erhalten.
- Zivilgesellschaftliches Engagement trägt unsere Gesellschaft. Engagement muss ermöglicht werden, durch bessere Finanzierung, ein zeitgemäßes Gemeinnützigkeitsrecht und den Schutz von Engagierten vor Übergriffen. Stehen Sie dafür ein, dass Leben und Engagement in Vielfalt gefördert wird.

