Sa. 28.2.26 Mahnwache/Infostand 11-13 Uhr Ulrichsplatz/Ostertorsteinweg
Fälle: 1.Pakistan: Aktivist*innen sofort freilassen!
Den fünf belutschischen Aktivist*innen Mahrang Baloch, Bebarg Zehri, Beebow Baloch, Shah Jee Sibghat Ullah und Gulzadi Baloch ist wiederholt die Freilassung gegen Kaution verweigert worden. Sie müssen sich wegen konstruierter Anschuldigungen in einem Verfahren verantworten, ohne dass die Medien oder unabhängige Beobachter*innen Zugang zu der Verhandlung haben. Nach einem Jahr willkürlicher Inhaftierung haben einige der Aktivist*innen ernste gesundheitliche Probleme. Trotzdem wird ihnen eine wirksame ärztliche Versorgung verweigert. Die pakistanischen Behörden müssen alle fünf Inhaftierten sofort freilassen, da sie nur wegen der friedlichen Ausübung ihrer Menschenrechte inhaftiert sind.
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2. Ägypten: Hassen El Sayed wegen Filmrolle inhaftiert
Der in Dänemark lebende Ägypter Hassan El Sayed wurde am 20. Dezember 2025 bei seiner Ankunft auf dem internationalen Flughafen Kairo festgenommen. Beamt*innen der Nationalen Sicherheitsbehörde befragten ihn zu seiner Rolle in dem Film The Eagles of the Republic, in dem er ganz kurz als Priester auftritt. Seitdem sitzt er in Untersuchungshaft und es wird wegen des Vorwurfs der „Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung“ gegen ihn ermittelt.
3. Chile: Keine Begnadigung von Carabineros und Militärs!
Präsident José Antonio Kast stellte am 12. März die Begnadigung ehemaliger Carabineros und Militärs in Aussicht, die für Verbrechen im Zusammenhang mit landesweiten Massenprotesten 2019 verurteilt worden waren. Dies würde die Straflosigkeit in Chile weiter verfestigen und die Rechenschaftspflicht untergraben.