Sa, 8. Mai: Mahnwache zur Woche der Meinungsfreiheit für verfolgte Journalisten

12-13 Uhr Ulrichsplatz/Ostertorsteinweg 26

Überall auf der Welt werden Menschen angegriffen, verhaftet oder gar getötet, weil sie von ihrem Recht auf freie Meinungsäußerung Gebrauch machen. Aus diesem Grund macht der Börsenverein des Deutschen Buchhandels mit der ersten „Woche der Meinungsfreiheit“ vom 3. bis 10. Mai 2021 auf die Bedeutung der Meinungsfreiheit für unsere Menschenrechte aufmerksam. Amnesty International unterstützt als Partnerorganisation die Woche mit verschiedenen Online-Aktionen und legt dabei den Fokus auf die Situation von Medienschaffenden in afrikanischen Ländern. 

Die Freiheit, eine eigene Meinung zu haben und diese äußern zu können, ist ein Menschenrecht. Doch ist es in vielen Ländern gefährlich, dieses Recht in Anspruch zu nehmen. Überall auf der Welt werden Menschen angegriffen, verhaftet oder getötet, weil sie von ihrem Recht auf freie Meinungsäußerung Gebrauch machen.

Einen besonderen Schwerpunkt legt Amnesty International dieses Jahr auf die Situation der Meinungsfreiheit in afrikanischen Ländern. Während und nach den Wahlen wurden in einigen afrikanischen Länden Medienschaffende und vermeintliche Regierungskritiker_innen drangsaliert, verfolgt und verhaftet. Erschwerend kam im vergangenen Jahr die Covid-19-Pandemie hinzu. Einige Regierungen nutzten die Pandemie als Vorwand, um Räume für Presse und Zivilgesellschaft weiter einzuschränken.

Das Bild zeigt die Porträtfotos von drei Männern(v.l.n.r.) Die Journalisten Itai Dzamara (Simbabwe), Ibraimo Abú Mbaruco (Mosambik), Oumar Sylla (Guinea) gerieten wegen ihres Einsatzes für die Meinungsfreiheit in das Visier der Behörden. © Kumbirai Mafunda/ZLHR, privat

 

 

 

 

Twitter-Storm für die Freilassung des Journalisten Oumar Sylla in Guinea

Oumar Sylla ist Aktivist und Koordinator für das Bündnis Front national pour la défense de la Constitution in Guinea. Er wurde im September 2020 festgenommen, als er für eine Protestveranstaltung warb, die sich gegen die erneute Kandidatur des Präsidenten Alpha Condé richtete. Am 28. Januar 2021 wurde er wegen „Teilnahme an einer unerlaubten Versammlung, die die öffentliche Ordnung stören könnte“ zu 11 Monaten Haft ohne Bewährung verurteilt.  Beteilige dich an der Online-Aktion für Oumar Sylla!

Online-Aktion für den mosambikanischen Journalisten Ibraimo Abú Mbaruco

Im April 2020 kehrte der Journalist Ibraimo Abú Mbaruco nicht nach Hause zurück. Er wurde mutmaßlich von Armeeangehörigen willkürlich festgenommen. Seither fehlt jede Spur von ihm. Seine Familie und Kolleg_innen befürchten, dass das Militär ihn willkürlich inhaftiert hat. Er hatte zuvor über die Aktivitäten der Gruppierung al-Shabaab und der Sicherheitskräfte im Norden Mosambiks berichtet.

Am 14. April reichte die Familie einen Antrag bei der Staatsanwaltschaft ein und forderte sie auf, alle notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um die Freilassung von Ibraimo Abú Mbaruco zu erwirken. Unterstützt sie dabei und beteiligt euch an unserer Online-Aktion oder ladet diesen Brief herunter und schickt ihn ab.

Solidarität mit dem simbabwischen Journalisten Itai Dzmara

Am Morgen des 9. März 2015 wurde der Journalist und Demokratieverfechter Itai Dzamara in Harare, der Hauptstadt Simbabwes, verschleppt. Seitdem bleibt er verschwunden. Er hatte zuvor mehrfach die Regierung Simbabwes kritisiert und Neuwahlen gefordert. Wir wollen Itais Familie unterstützen und unsere Solidarität im Rahmen dieser Online-Aktion zeigen.

Beteilige dich an der Online-Aktion für Itai Dzmara!

 

5. Mai 2021